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Sonntag, 26. März 2006

Gott und Religion

Religion ist ein Kulturphänomen, Gott braucht keine Kultur.


Religion ist eine Schöpfung des Menschen zwecks Beschreibung Gottes, sie versucht Antworten auf die Sinn- und Existenzfrage zu geben.

Gott ist aber ein Begriff, der über allen Erklärungen stehen muss. Sein Rätsel steht jedem Menschen unabhängig seiner eigenen Religion offen zur Beantwortung. Menschen ohne Religion können Gott ebenso erschließen wie Theologen.

Ich meine sogar, dass es einer Religion nicht zusteht, Gott einengend zu definieren. Es zeugt eigentlich von einer sehr präjudizierenden Gewalt, konkrete Ereignisse auf dieser Welt mit "Gott" oder "Gottes Willen" gleichzusetzen und damit gleichzeitig alle anderen Zugänge - bei aller demonstrierten Toleranz - als weniger richtig einzustufen.

Wie mehr allgemeingültig könnten die Botschaften von Jesus von Nazareth sein und von wie viel mehr Menschen könnten sie angenommen werden, würde man sie nicht auf eine Stufe mit Gott stellen, eine Stufe, die wir mit unseren Mitteln nicht erfassen können und die Menschen aller Weltgegenden auf ihre Weise definieren und die sie natürlich nicht aufgeben wollen.

Wären die Botschaften des Jesus von Nazareth einfach nur Botschaften eines genialen Menschen, wären sie mehr wahr als in der derzeitigen Vereinnahmung durch einem Glauben.