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Dienstag, 4. September 2007

Gott ist die Liebe...

...plakatiert die Kirche die Worte des Papstes. Ein Irrtum, der gerne geglaubt wird, wie mir scheint.


Dieser Satz zeigt, dass Gott eine rein menschliche Fiktion ist, die höchste Instanz menschlicher Hierarchien. Gott ist so, wie wir wollen, dass er ist. Denn welche Beziehung hat Gott zu Tieren, Dingen, Materie, Raum? Keine? Kann wirklich jemand glauben, dass Gott Milliarden Jahre mit dem Warten auf Menschen zugebracht hat?

Dieser Satz ist vielleicht nicht ganz vollständig. Liest man ihn etwa anders, wird er zudem gefährlich: "Unser Gott ist die Liebe", was sich liest wie "Wir sind die Guten", ganz im Sinne Bush'scher Machtpolitik.

Schließlich ist ein Schöpfer-Gott, so wie ihn die Kirche sieht, verantwortlich für alles, was ist. Das Gute gleichermaßen wie das Böse. Eine Reduktion Gottes auf das Gute ist eine Reduktion Gottes auf einen Teilbereich der menschlichen Welt und lässt Platz für andere Götter, zum Beispiel für den Teufel. Da aber widerspricht der These, dass es nur einen Gott geben solle. 

Ziemlich unlogisch diese Theologen.