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Dienstag, 8. Januar 2008

Warum ist alles wie es ist?

Das Anthropische Prinzip kehrt die Fragestellung bei der Entstehung der Welt um. Die Frage ist nicht, wer die Anfangsbedingungen so eingestellt haben kann, die es ermöglicht haben, dass wir existieren, sondern weil wir existieren, müssen die Bedingungen dereinst genau so gegeben gewesen sein und die Frage ist, welche Kriterien zu gerade dieser Auswahl geführt haben könnten.


Dass unser Raum und damit die darin enthaltene Masse beschränkt ist, hängt mit der Entstehung des Raumes von 13 Milliarden Jahren zusammen und der folgenden Ausdehnung, die kein Ende zu haben scheint. Innerhalb des bekannten Raumes gibt es als Anomalien schwarze Löcher, die so schwer sind, dass wir kein Licht von diesen Himmelskörpern empfangen können. Die Frage nach dem Außerhalb ist sinnlos, weil es "dort" keinen Raum gibt. Aber in unserer naiven Zählweise ist das weniger verständlich als eine jener vielen Hypothesen, die statt von einem Universum von Multiversen spricht, innerhalb eines davon wir eben beobachten. Und die Frage, welcher Schöpfer die Konstanten der Welt so genial eingestellt hat, dass wir darin existieren können, hätte dann dieselbe Antwort die jene von Darwin auf die Frage wer eigentlich so wunderbare Geschöpfe wie es Elefanten sind, geschaffen hätte: die Evolution. Allerdings nicht eine biologische sondern eine galaktische. Die Frage ist allein in beiden Fällen, beim Elefanten und auch beim Universum, wer der Selektor war oder ist, der die unglaubliche Unwahrscheinlichkeit für den Elefanten und unser Universum so stark reduziert hat, dass er/es wahrscheinlich wurde. Beim Elefanten und allen anderen biologischen Gebilden ist es die jeweilige Umwelt, die Anpassung und Selektion in eine bestimmte Richtung lenken. Wie kann es aber beim Universum gewesen sein?