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Dienstag, 6. Mai 2008

Pantheisums - Panentheismus

Wortklaubereien


Wenn der Pantheismus sagt, Gott wäre alles, dann schließt der Begriff das Universum und eben alles darüber hinaus Gehende ein. 

Der Panentheisums sagt, dass in Gott alles enthalten sei.

Der Unterschied besteht darin, dass die Aussage "Gott ist Alles" keine weitere Instanz benötigt, aber "In Gott ist Alles" besagt, dass neben Allem auch noch Gott sein muss. Gott wäre dann mehr als Alles. Das ist aber ein Widerspruch.

Kreation aus dem Nichts

Die letzte Bastion Gottes ist der Umstand, dass auch bei Klärung der letzten evolutorischen Fragen immer noch die Frage bleibt, woher denn all die ursprüngliche Energie käme. Aber auch für dieses Rätsel haben Kosmologen eine Antwort parat.


Das Nichts ist ein sehr schwieriger Begriff, weil es das in dieser Welt nicht gibt. Raum entsteht durch Materie und Leeren Raum gibt es nicht, denn auch dort gibt es Quantenfluktuationen. Das Nichts wäre also etwas, das vor dem Beginn des Universums bestanden haben kann und sich nach dessen Ende wieder einstellt. Eine aktuelle Sicht der Entstehung und dem Ende des Universums meint übrigens, dass der Spruch: "Creatio ex Nihilo", "Schöpfung aus dem Nichts" der Genesis sehr nahe kommt, wenn auch sich Nicht-Kosmologen das derzeit noch schwer vorstellen können.

Aus dem Schlusswort von "Das Schicksal des Universums", Günther Hasinger, C.H. Beck.

Gott ist ein Konstrukt des Menschen

Warum sind Götter praktisch allen Völkern wichtig? Ist es die intuitive Erkenntnis, dass dem Menschen eine objektive Sicht der Welt ewig vorenthalten bleiben wird, weil er Teil der Welt ist?

Bei einem unserer Spaziergänge ist mir ein Umstand aufgefallen, der für mich neu war aber nach einiger Suche sich als schon sehr alt herausgestellt hat: 

Gott ist eine Kreation des Menschen. 

Unsere eigene Religion zeigt das besonders plastisch. Der Mensch hat Gott nach seinem Ebenbild erschaffen (obwohl der biblische Ausspruch diesen Umstand gerade umkehrt). 

Gott ist jener Standpunkt, der uns als Mensch verwehrt bleiben muss, jener, der über unser eigenen Einsicht liegt. Also nichts Materielles, sondern nur etwas auf den Menschen bezogenes. Ohne Mensch, kein Gott. Das Universum braucht Gott nicht, wir brauchen Gott.


Bild aus eine Byte Cover von Robert Tinney

Das obige Bild zeigt, wie eine Schöpfung auf den Schöpfer zurückwirkt, egal, wer der Schöpfer ist. Was immer wir erfinden, es wirkt auf uns selbst zurück. Autos, Handies, Computer, Gott. Das Bild ist übrigens ein Coverbild der frühen Computerzeitschrift Byte von Robert Tinney. http://www.tinney.net/

Wir brauchen Gott, um jenen Standpunkt zu erkennen, den wir selbst nicht einnehmen können, weil wir Teil des Systems sind. Während wir folgenden Satz nicht sagen können: "Alle Menschen sind Lügner.", kann Gott das sehr wohl.