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Freitag, 21. November 2008

Warum wir Einwanderer und Asylanten gut behandeln sollten

Die demografische Situation Österreichs zeichnet - ohne Einwanderung - eine alternde Bevölkerung. Mehr Jugend wäre zur Sicherung der Pensionen gefragt. Die österreichischen Familien haben zu wenig Kinder. Vorzeigebeispiele wie jenes der Rosenkranz' können nicht verallgemeinert werden. Wir brauchen daher die Zuwanderung ob wir das aus weltanschaulichen Gründen wollen oder nicht und sollten daher diese Problematik eher nüchtern betrachten.


Meine Frau und ich haben vor 21 Jahren ein Kind adoptiert und dabei unter anderem auch die Frage gestellt bekommen, wie denn das Kind sein solle und wie es nicht sein solle. Wir konnten diese Frage nicht beantworten, weil auch leibliche Eltern sich einfach nur über das Kind freuen können, und es in diesem Punkt kein Wunschkonzert gibt. Man bekommt einfach das nächste Kind in der Reihe.

Mit den Zuwanderern ist es ganz ähnlich.

In einer kürzlich veröffentlichten Zeitungsmeldung stand, dass ein bereits zwei Jahren in Australien ansässiger deutscher Arzt sein Kind nicht nachkommen lassen darf, weil es behindert ist und den australischen Staat belasten würde. Dieses Beispiel vor Augen sollte uns die Auswahl der Zuwanderer nach Brauchbarkeit wie neuzeitlicher Sklavenhandel erscheinen lassen.

Wer kennt nicht den Witz, dass man seine Kinder gut behandeln solle, denn wie würden dereinst das eigene Altersheim auswählen?

In abgewandelter Form trifft das auch für die Zuwanderer zu. Ihre Kinder werden in einigen Jahrzehnten die Hauptlast der Pensionen zu tragen haben und wir wären gut beraten, den Zuwanderern gute Behandlung sowohl in der Erstbetreuung als auch in der Ausbildung ihrer Kinder zukommen zu lassen.

Und wenn schon nicht aus allgemein humanistischen Gründen, dann wenigstens aus reiner Berechnung, damit es uns dereinst, wenn wir selbst es brauchen, es uns nicht allzu schlecht ergehe.