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Dienstag, 24. November 2009

Ursprünge des Schweinefleischverbots

Moslems meiden Schweinefleisch. Die oft genannten Gründe wie eine unsaubere Lebensweise der Schweine oder trichinöses Fleisch gehen auf Erklärungsversuche des Mittelalters zurück.

Zunächst muss man sich erinnern, dass dieses Verbot viel älter ist als der Islam, der es ja nur von den Juden übernommen hat. Auch andere Völker zuvor kannten das Schweinefleischverbot schon.

Man datiert seine Einführung auf die zeit 2000 v. Chr. In dieser Zeit und wahrscheinlich schon davor begann sich die Flora des Nahen Ostens grundlegend zu ändern von einem bewaldeten Land in Wüste. Der Grund war der enorme Holzbedarf den frühen Hochkulturen in diesem Raum. Das Schwein war Waldbewohner und ernährte sich aus dem Waldboden. Mit zunehmender Entwaldung verlor das Schwein seinen Lebensraum. Wollte der Mensch das Schwein als Haustier halten, musste er es füttern; das Schwein wurde demnach zum Nahrungskonkurrenten. Daher wurde das Schwein allmählich von Ziege und Schaf verdrängt, die viel genügsamer sind.

Aus der rein zweckmäßigen Verdrängung wurde ein religiöses Gebot, das dem Menschen in Zukunft ausreichend Nahrung sicherte. Eine sehr frühe und damals wahrscheinlich vernünftige Maßnahme gegen den damaligen Klimawandel.

Schweinefleischverbothttp://de.wikipedia.org/wiki/Schweinefleisch#ReligiCDBGse_Schweinefleischverbote