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Montag, 21. März 2011

Gott ist Zufall

Was immer außerhalb unseres Verständnisses und außerhalb unserer Welt existiert und wie immer man es nennt. Da wir es alle miteinander nicht wissen, ist es nicht möglich, darüber eine andere als spekulative Aussage zu treffen. Ich spreche daher allen Religionen das Recht ab, es zu definieren und diese Definition dann als "wahr" zu bezeichnen.


Das nenne ich "Mein Recht auf einen persönlichen Gott"; aber nicht im Sinne, dass Gott personal ist, sondern in dem Sinne, dass ich als Person, das Recht habe, zu definieren, was Gott ist oder ob sich eine solche Definition überhaupt für sinnvoll halte. 

Die moderne Gehirnforschung nimmt uns ohnehin unsere Illusion vom "freien Willen" aber nach meiner Ansicht, schränkt jeder Gottesbegriff den angekratzten freien Willen ein. 

Unsere Götter sind unsere eigenen Erfindungen, die uns gleich danach beherrschen. In dieser Weise unterscheiden sich Fußball, Briefmarkensammeln und Allah überhaupt nicht. Allen gemeinsam ist, dass sie nur im Kollektiv der Menschen Bestand haben. Wenn ein einzelner Mensch behauptet, er hätte einen Toten einige Tage nach seinem Tod begegnet, dann kommt er in die Psychiatrie. Wenn es aber ein Kollektiv tut und dafür sorgt, dass diese Geschichten Kindern in den ersten Lebensjahren eingeprägt werden, dann nennt man das Religion und das darf dann sogar an Schulen unterrichtet werden.

Wenn ein Außenstehender einen Fußballfan beobachtet, glaubt er, es mit einem Verrückten zu tun zu haben. Aber auch bei einem Terroristen mit Sprengstoffgürtel ist das nicht viel anders. Beide glauben.

Das Besondere am Glauben ist, dass man nicht hinterfragt, dass man nicht zweifelt. Wir müssen in praktisch allen Fragen glauben, denn wer kann schon von sich behaupten, zum Beispiel auch nur die Berechnung einer Planetenbahn nachvollzogen zu haben.

Aber wir kennen die Methode, die uns erlaubt, zwischen rationalen und irrationalen Behauptungen zu unterscheiden: den Zweifel. Die einzige Möglichkeit, zu Erkenntnisse zu bestätigen, ist Zweifel und nicht Glaube. Und zusätzlich wissen wir, dass man Gesetzmäßigkeiten dieser Welt nicht beweisen sondern nur widerlegen kann (Sir Karl Popper). Sie gelten nur so lange, bis sich eine bessere Darstellung ergibt. 

Wenn jemand behauptet, er habe ein UFO gesehen, dann sind Tausende Beobachter zur Stelle, die versuchen, diese Beobachtung ebenfalls zu machen. Gelingt es nicht, bleibt allein eine Behauptung. Man kann mit Büchern über solche Sachen viel Geld verdienen aber deswegen werden sie nicht wahrer. 

Wir müssen bereit sein, uns zu trennen, lieb gewonnenes Wissen, Verhaltensweisen, Regeln, aufzugeben, wenn es sich zeigt, dass sie nicht mehr zutreffen oder unpraktisch sind. 

Wenn es etwas wie Gott gibt, dann ziehe ich die Sichtweise des Giordano Bruno vor, der gemeint hat, dass Gott in allem ist, was diese Welt ausmacht. Gott äußert sich in jedem einzelnen Staubkorn, Baum oder Menschen. Und nicht nur im menschlichen Geist sondern auch in einem abgeschnittenen Haar oder in einem Berg.

Wir wissen heute, dass die Atome als kleinste Materiebausteine ein Verhalten haben, für das es weniger Erklärung gibt als etwa für den Urknall. Elektronen können zum Beispiel ihre Bahn wechseln und senden Wärme, Licht oder Radioaktivität aus. Das ist nichts Besonderes. Das machen aber keineswegs alle gleichzeitig. Sie machen es zufällig, irgendwann. Manche machen es nie, manche jetzt, manche später. Alle miteinander erzeugen eine bestimmte Energie. Wer aber sagt einem dieser Milliarden von Teilchen, ob und wann es die Bahn wechseln soll? Diese Teilchen hängen in keiner Weise zusammen und dennoch wirken sie im Kollektiv, so als würden sie sich absprechen. Zufall! Aber nicht ungeordnetes Chaos, denn makroskopisch betrachtet machen alle Teilchen zusammen etwas ganz Bestimmtes. Wer oder was sagt das einem bestimmten Teilchen, wer gibt das Kommando?

Verblüffend ist auch, dass die Torfolgen in Fußballspielen sich genau so verhalten, wie diese Elementarteilchen. Es gibt keinen Unterschied. Niemand kann den Zeitpunkt des nächsten Tores voraussagen und genau deshalb schauen alle so gebannt zu, weil sie es nicht wissen. Sie wissen nur, dass es passieren wird. Wie oft Tore und Gegentore fallen, hängt allein von der Spielstärke der betrachteten Mannschaft ab. Und auch (Leistungs-)Hochs und Tiefs, Spieler- oder Trainerwechsel spielen keine Rolle, die Torfolgen verhalten sich langzeitlich ganz gleich wie radioaktiver Zerfall.

Genau so ist es zum Beispiel, wenn man die Geburts- oder Sterbezeitpunkte untersucht. Niemand kennt den Zeitpunkt und dennoch folgen sie alle im Mittel einer bestimmten Rate und diese individuellen Schicksale haben miteinander vordergründig gar nichts zu tun und dennoch befolgen sie gemeinsam eine Gesetzmäßigkeit.

Bei der Toren im Fußballspiel können wir Zusammenhänge mit den Besucherzahlen, dem eingesetzten Kapital, der Vereinsorganisation herstellen, bei den Geburts- und Sterbezeitpunkten können wir Zusammenhänge zwischen dem Kulturniveau, dem Wohlstand oder der ärztlichen Versorgung herstellen. Aber beim radioaktiven Zerfall gibt es solche Abhängigkeiten nicht. Er ist einfach.

Wenn es also Gott gibt und wenn Gottes Hand im Spiel ist, dann entweder nirgends oder überall. Und wenn überall, dann muss man seine Spuren erkennen. Atomarer Zerfall, Quantenfluktuationen, Tore im Fußball, Todeszeitpunkte sind solche Ereignissen, die Gottes Handschrift sein können; sie sind durch nichts vorhersagbar.

Dass man Gottes Wirken auf einzelne schicksalhafte Ereignisse bezieht, ist völlig absurd. Also zum Beispiel das Unglück (oder das Glück), das jemanden zustößt wäre Gottes Absicht aber das Wetter von morgen (oder das Glück oder Unglück des Nachbarn) wäre dagegen reiner Zufall.

Wenn ein kranker Mensch nach Lourdes pilgert, zurückkommt und gesund wird, dann nennt die Kirche das ein Wunder. Wenn aber die vielen anderen Millionen Kranken, die nach Lourdes pilgern, zurückkommen und immer noch krank sind, dann hätten sie einfach nicht genug gebetet - oder sonst was. Die Wahrheit ist, dass Lourdes genau so heilt oder nicht heilt wie ein Placebo.

Mit der Anerkennung elementarer Zufälle als "Gottes Handschrift" hätte Giordano Brunos panthesitische Sicht der Welt dass "Gott in allen Dingen sei" eine konkrete Erklärung.

Aber wenn wir alle diese Zufälligkeiten eben als Zufall und nichts weiter betrachten, wird uns leichter sein, denn in gewisser Weise ist "jeder seines Glückes Schmied" und wir werden dann diese Verantwortung für unser persönliches Glück oder Unglück nicht Gott anlasten sondern selbst tragen lernen.

Die Religionsgemeinschaften täten gut daran, sich auf jene Aufgaben zu konzentrieren, die sie wirklich gut können und das sind die Karitativen. Die Frage nach Gott kann auch ohne Kirche jeder für sich beantworten, wie das zu seiner Persönlichkeit, Ausbildung, Wissensstand passt. Schließlich ist die Frage, ob es für unser Dasein einen Grund gibt, den wir nicht kennen, immer mit Ja zu beantworten, weil wir ja alle Aussagen darüber immer mit dem Wort "Theorie" einleiten und die Frage nach dem "Davor" eigentlich immer offen bleibt, weil wir uns eine Welt ohne Zeit gar nicht vorstellen können.

Aber ob diese unsere Existenz dann einem göttlichen Wollen unterliegt oder nicht, dass ändert dann nur mehr wenig. Denn wenn der pantheistische Ansatz, "Gott ist in Allem" gilt, dann sagt das noch nicht, ob dieser Zufall gesteuert ist oder eben Zufall ist. Gott hätte wahrhaft viel zu tun, wenn er sich um alle diese Myriaden von Zufälligkeiten "kümmern" müsste. Viel eleganter ist doch, wenn gilt "Gottes Handschrift ist der Zufall selbst".

Das Gottesbild der Kirche ist längst überholt und besteht auch nicht die kleinsten Prüfungen unserer eigenen Erfahrungen. Es wäre längst an der Zeit, deutlicher zu sagen, dass biblische Aussagen bestenfalls ein Ausgangspunkt für die eigene Orientierung aber niemals ein Dogma sein können. 

Die Geschichte mit den drei Männern am Brunnen entspringt der Hoffnung auf eine Gerechtigkeit auf dieser Welt und klingt wirklich ziemlich alt-testamentarisch.

Aber viele - auch sehr populäre - Bibelsprüche des Neuen Testaments sind ziemlich sonderbar. Zum Beispiel: "Wer nicht arbeitet, der soll auch nichts essen." Ja, was soll denn das sein! Oder: "Gib dem Kaiser, was des Kaisers ist und Gott, was Gottes ist." Dieser Spruch hat jede Reaktion der Kirche auf das Hitler-Regime unterdrückt, hat Generationen von Menschen auf den Krieg für das Vaterland vorbereitet. Die Unterdrückung der Frau ist ja überhaupt ein Leitmotiv der Urkirche. Die Marienverehrung ist erst nachträglich als Korrektiv entstanden und wurde von den Protestanten wieder aus dem Glaubenskanon entfernt. 

Eine wichtige Beobachtung von Religiosität ist folgende: "Mit oder ohne Religion hätte man gute Menschen, die Gutes tun und böse Menschen, die Böses tun. Aber um zu erreichen, dass gute Menschen Böses tun, - dazu braucht man Religion."

Zufall

Religionen vermuten in zufälligen Ereignissen häufig eine Fügung oder Schicksal. Sie meinen damit, dass Gott die Dinge so laufen lässt, wie sie dann eben passieren. 

Das führt besonders im Islam zu einer fatalistischen Haltung, die das göttliche Wollen über eigene Einflussmöglichkeiten stellt. Daher verwenden diese Leute viel mehr Zeit, ihrem Gott zu huldigen als irgendwas in ihrem Leben zu verändern.

Zufall sind Ereignisse, deren Ursache wir nicht kennen, die ohne irgendeine gewollte Wirkung einfach geschehen. Zufälle, die uns selbst betreffen, nennen wir gerne "Schicksal"; Zufälle, die uns egal sind, sind eben Zufälle.

Ich meine, man sollte konsequent sein. Entweder sind alle Zufälle eben solche oder alle Zufälle sind durch eine uns unbekannte höhere Gewalt gesteuert. Alle.

Der makroskopische Zufall ("In China fällt ein Fahrrad um") macht aber auf uns nicht den Eindruck, als hätte sich "jemand" die Mühe gemacht, dieses Ereignis auszulösen, weil wahrscheinlich war ja das Fahrrad nur nicht ausreichend abgesichert und nur unachtsam wo angelehnt; daher gibt es nachvollziehbare Gründe, warum das Fahrrad umgefallen ist. 

Wenn wir aber das in China umfallende Fahrrad als "zufällig umgefallen" akzeptieren, dann sollte wir das auch bei einem persönlichen Schicksalsschlag tun (Verkehrsunfall, Erkrankung, Tod eines Angehörigen...). 

Der Verkehrsunfall hat möglicherweise einen eindeutig Schuldigen, aber meine Anwesenheit an diesem bestimmten Ort, die diesen Unfall überhaut erst möglich gemacht hat, meine Anwesenheit hat mit dem ebenso zufällig anwesenden und späteren Schuldigen nichts zu tun. Es war einfach. 

Wir können diese schrecklichen Dinge wie Unfälle, Todesfälle, Morde, Krankheiten, Kriminalität nicht grundsätzlich vermeiden sondern nur ihre Rate so weit als möglich reduzieren. 

Wenn es im Winter zu einer bösen Grippewelle kommt, und jeder 100ste erkrankt, dann ist das eine gemessene Größe. Wer konkret aber erkrankt und ob ich es bin, ist Zufall. Natürlich hängt es davon ab, in welchen Menschenansammlungen ich mich bewege und ob ich mir die Hände wasche. Aber auch wenn ich alles tue, um die Grippe zu vermeiden: sicher ist nix. Ich kann die Wahrscheinlichkeit reduzieren, an Grippe zu erkranken aber Null wird sie nicht.

Wenn ich mir als Idealzustand wünsche, dass alle diesen bösen Dinge nicht passieren mögen, dann muss man beachten, dass ohne diese Dinge wir gar nicht existieren würden, denn die gesamte Entwicklung des Lebens beruht auf der Entwicklung von Fähigkeiten, mit dem allgegenwärtigen "Bösen" umgehen zu lernen. Mit den Jahreszeiten, dem Klima, der Kälte, der Hitze, dem Recht des Anderen, den Katastrophen, dem Feind, dem Einbrecher, dem glatten Fußboden, der umfallenden Leiter, dem unaufgeräumten Schreibtisch, dem Chaos im Kopf, usw. 

Und was für uns Menschen gilt, das galt schon für das einfachste Leben auf der Erde für jene Lebensformen, die heute gar nicht mehr existieren, weil sie von höheren Lebensformen bereit eliminiert worden sind, so wie wir möglicherweise auch den Konkurrenten Neandertaler ausgerottet haben. Wenn wir uns eine Welt ohne diese bösen Sachen wünschen, dann gibt es keine weitere Entwicklung mehr, alles wäre erreicht; wir wüssten nicht, was wir zu tun haben.

Ganz anders ist das aber im atomaren Bereich. Hier passieren Dinge, die einfach passieren ohne dass wir den genauen Zeitpunkt in irgendeiner Art bestimmen können. Genaugenommen wissen wir das ja bei den Fahrrädern auch nicht. Von den - sagen wir - 100 Millionen Fahrrädern in China fällt ein bestimmter Prozentsatz, zum Beispiel 0,1%, das wären 100.000 täglich einfach um. Wir können nicht sagen, welches dieser Fahrräder und wann genau es umfallen wird. Aber wir wissen, dass es etwa 100.000 sein werden. Aber bei den Fahrräder gibt es in jedem einzelnen Fall einen konkreten Grund, wie zum Beispiel, dass die Stütze abgebrochen ist, dass jemand angestoßen ist, dass ein Windstoß das Rad umgeworfen hat usw. Genau das - einen Grund - gibt es im atomaren Bereich nicht. Wenn man eine Leuchtdiode betreibt, dann leuchtet diese. Aber was bedeutet das? Von den Milliarden Atomen passiert es bei einem Teil von ihnen, dass ein Elektron seine Bahn verändert und dabei ein Lichtquant aussendet. Im Mittel steht die Zahl dieser Atome mit dem durch die Diode fließenden Strom im Zusammenhang. Aber wer veranlasst ein bestimmtes Atom, sich so zu verhalten? Warum machen das nicht alle Atome sondern nur bestimmte? Es gibt für uns keinen Grund. 

An dieser Stelle wäre die Behauptung, Gott lenke diese Ereignisse, nicht zu widerlegen, denn wir kennen tatsächlich keinen Grund und diese Erklärung "Gott lenkt" ist genau so gut wie jede andere und genaugenommen gibt es gar keine andere.

Zufall ist ein Prinzip, dass von Anbeginn der Welt wirkt. Im Inneren der Stoffe genau so wie beim Aufbau der Sterne und ihrem Schicksal, unserem Schicksal.

Zufall hat keine Moral. Zufall will nichts. Zufall ist weder gut noch böse. Zufall ist einfach.

Ich habe den Eindruck, dass die Menschen sich nach Gott sehnen. Und dabei wäre er doch so nah, und dennoch sieht ihn niemand. Die Aussagen "Gott ist in allen Dingen", "Gott ist überall". "Gott ist allgegenwärtig", "Gott ist allmächtig" treffen in wunderbarer Weise auf Zufall zu. 

Allerdings trifft nicht zu "Gott wäre gütig oder gar gut", denn von wo soll der Zufall auch wissen, was uns passt und was nicht. Zufall ist völlig wertfrei. Er trifft nur in Summe alle gleichermaßen. Aber es ist weder ausgeschlossen, dass es Glückspilze gibt, die er mit Schaden verschont und ebenso kann es sein, dass Menschen, die ohnehin schon schwer zu tragen haben, noch eins drauf kriegen - vom Zufall.

Wenn wir aber den Zufall nicht als etwas Gewolltes akzeptieren, dann tun wir uns ein bisschen leichter ihn zu akzeptieren. Wäre er gewollt, dann folgt die Frage nach dem "Warum" auf dem Fuß. Und daraus ergibt sich der sonderbare Schluss der Religionen, es gäbe eine Art Abrechnung nach dem Tod.

Dieser Vergleich Zufall=Gott erscheint banal oder überheblich. Er erinnert aber ein bisschen an das Märchen mit dem König und den drei Töchtern, die sagen sollten, wie sehr sie ihren Vater liebten. Zwei von ihnen verglichen den Vater mit Gold und mit Edelsteinen, doch die dritte mit Salz. Es zeigte sich schließlich, dass die dritte Recht hatte und das Salz wichtiger war als die wertvollsten Dinge.

Wenn wir die Evolutionstheorie und dann auch die Evolutionäre Erkenntnistheorie betrachten, dann ist es eine Grundlage unserer Existenz, dass Zufall wirken kann und die Umgebung aus diesen zufälligen Möglichkeiten eine Auswahl trifft. Und nicht nur in der Biologie, wie Darwin es gezeigt hat. Rupert Riedl hat dieses Prinzip auf allen Ebenen der Entwicklung aufgezeigt (Sternenbildung, Planeten, Kultur, Markt, Technologie). Überall gilt, dass man dem Zufall eine Chance geben muss, damit man überhaupt einen Hinweis auf die bestehenden Möglichkeiten bekommt. 

Ein wunderbares Beobachtungsgebiet ist die Entwicklung der Technologien (Elektronik, Software, Betriebssysteme...), weil man die evolutorischen Elemente beobachten kann. Am Anfang einer neuen Entwicklung stehen immer mehrere konkurrierende Ideen und es ist ein harter Kampf zwischen den Firmen, die diese Ideen vermarkten, bis sich schließlich wenige, vielleicht nur zwei behaupten und oft gelingt dann nur einem dieser Produkte als Standard das Überleben. Der Konsument spielt mit, denn er investiert in eines der Produkte und schließt mit seinem Kauf die anderen aus. Ob er sich richtig (für den späteren Sieger) entschieden hat, weiß er nicht. 

In diesem Prozess spielen Zufälle eine herausragende Rolle, trotzdem alle Player versuchen, ihr Produkt möglichst perfekt zu positionieren. Was sie nicht wissen, ist meist, was eigentlich der Konsument als "Killerfeature" kürt. Viel wird in die Technik investiert und dann entscheidet der Konsument vielleicht nach der Farbe oder nach der Kompatibilität zu etwas, was dem Erzeuger gar nicht bewusst war. 

Beim iPhone ist es die Haptik und das Prinzip "Alles aus einer Hand", ein Stecker für alles. Apple hat es damit geschafft, dass seine Produkte in jedem modernen Auto angeschlossen werden können. Jeder Stereoanlage hat einen Anschluss für ein Apple-Gerät.

Gut und Böse

Gut und Böse sind subjektive Wertungen, die nicht absolut gelten.

Albrecht Dürer soll gesagt haben: "Ich weiß nicht, was schön ist und was gut."

Ich habe ein tolles Video gesehen, in dem ein junger Bär von einem Puma verfolgt wird. Wie man das gefilmt hat, ist mir ein Rätsel. Künstler eben.

Wenn man sich diesen Film anschaut, ist das Urteil klar: der Puma ist der Böse und das Bärenbaby das Gute. Der Drehbuchautor wollte das so. 

Die Geschichte schaut aber ganz anders aus, wenn man sehen würde, dass der Puma auch Junge zu betreuen hat und um die durchzubringen, muss er jagen; die Bärin, die am Schluss ins Bild kommt, tut es ja auch und für die Ziege, die sie gerissen hat (was man nicht sieht aber von irgendwas muss sie ja leben) war die Bärin "das Böse".

Bei uns ist das genau so. Wir haben es aber gelernt, dieses Spiel von Gut und Böse durch Interessensabwägung für alle erträglich zu machen. Der Grund ist, das wir - anders als das Tier - eine Einsicht haben und erkennen, dass unsere Handlungen auch in der umgekehrten Richtung erträglich sein müssen. Das wissen wir - spätestens seit Kant.

Ohne das "Böse" (das ist das, was wir nicht wollen), gäbe es uns gar nicht.
  • Wir brauchen das Zahnweh, damit wir erkennen, dass es gut ist, sich gesund zu erhalten.
  • Wir brauchen die Einbrecher, um zu erkennen, dass es sinnvoll ist, die Türe abzusperren.
  • Wir brauchen das schlechte Wetter, um zu wissen, dass man ein Dach über dem Kopf braucht.
  • Und der Schnee sagt uns, dass dieses Dach in unseren Breiten geneigt sein sollte.

Was immer auch ist - im Sinne von Existenz - es hat für uns praktisch immer zwei Seiten: eine gute und eine schlechte.
  • Im Wasser kann man baden oder ertrinken.
  • Mit dem Messer kann man schneiden oder zustechen.
  • Einen Berg kann man besteigen oder auch von ihm abstürzen.
  • Mit einem Auto kann man tolle Erlebnisse haben aber auch schreckliche Unfälle.
  • Wir brauchen den Tod, um uns entwickeln zu können. 

Es gibt praktisch nichts, was einfach nur gut ist; aber glücklicherweise auch nicht etwas was nur schlecht ist (es kann immerhin als abschreckendes Beispiel herhalten).

Es ist unmöglich, das Gute im Messer zu wollen ohne das Böse in ihm zuzulassen.

Ich finde nicht, dass menschliches Leid ganz zu vermeiden ist. Man bemerkt doch zum Beispiel gerade bei einer Trennung, wie wertvoll das Zusammenleben mit anderen sein kann. Wir würden das doch gar nicht schätzen, gäbe es die Möglichkeit der Trennung nicht. 

Es gibt da die wunderbare Geschichte mit dem reichen Mädchen mit den gasgefüllten Luftballons. Es bekommt beliebig viele davon und lässt sie alle aus. Daneben steht ein armes Mädchen, die gerne einen davon hätte und schließlich - nachdem das reiche Mädchen der Luftballons schon überdrüssig ist - doch einen bekommt und sich jetzt unglaublich freut, viel mehr als das reiche Mädchen, das einen Luftballon so schnell nicht wieder interessant finden wird. (gelesen von Otto Schenk).

Wie wertvoll etwas ist, erkennen wir nur durch das vermeintlich "Böse"; in der Geschichte zum Beispiel am Mangel. Nur wer nichts zu essen hat (oder den Schweinsbraten nur selten isst), der weiß wirklich, wie gut ein Schweinsbraten sein kann. Nicht aber der, der ihn täglich hat. 

Ich finde, dass das Böse auch so seine guten Seiten hat.

Donnerstag, 17. März 2011

Hat der Kapitalismus versagt?

Nach meinem Eindruck ist "Kapitalismus" nur der Name für ein sich automatisch ergebendes Wirtschaftssystem, bei dem gewisse individuelle Freiheiten gewährt werden. Kapitalismus ist keine Erfindung sondern die Beschreibung wirtschaftlicher Vorgänge in einem freien Markt. Je mehr man individuelle Freiheiten einschränkt, desto näher kommt man zu kommunistischen, also gelenkten Systemen. 


Wirtschaft ist wie ein Reaktor zur Energiegewinnung. Ungeregelt erhalten wir kapitalistische Monopole, die uns dann beherrschen und alles Geld beanspruchen. Geregelt können wir zwar das Geld verteilen, ein kommunistisch gedrosselter "Kochtopf Markt" liefert aber zu wenig Energie für alle.

Die Frage ist, wie man die durch den Markt erzeugte Energie regelt. 

Es gibt gute Ansätze; hier zum Beispiel: http://www.gemeinwohl-oekonomie.org/

Gleichberechtigung der Staaten

Das Problem sind sind die "Schurkenstaaten".


Die Zivilisierung der Individuen ist durch Kirche, Sozialismus, allgemein anerkannte Ethik zumindest in unseren Breiten sehr weit fortgeschritten. Wer aber sozialisiert die Macht? Wie viel Verbrechen muss ein Mann wie Gaddafi begehen, bis wir uns aufraffen, ihn in die Schranken zu weisen?

Wir haben keine Ethik der Staatsführung. Alle Staatsmänner sitzen mit derselben Stimme in einem unbeweglichen Gremium. Das mindeste Prinzip der Macht muss sein, dass das Volk sie verändern kann. Wo das nicht der Fall ist, dürfte es auch keine Mitsprache in einem Konzert der Staaten geben.

Für laizistische Staaten

Die Trennlinie zwischen den Völkern bilden die Religionen. 


Wir schwören auf Religionsfreiheit. Ist das ein guter Wert? Einer, der eigene Schulen für jede einzelne Konfession rechtfertigt? 

Ist eine religiös motivierte Ethik etwas, was ein moderner Staat in beliebiger Dosis verträgt?

Sind Religionen bezüglich ihrer ethischen Grundsätze gleichrangig und gleich gut für einen demokratisch aufgebauten Staat geeignet?

Sowohl die christlichen als auch die islamischen Religionen haben ein eigenes Rechtsverständnis, das mehr oder weniger neben dem allgemeinen Recht als Handlungsmotivierung verwendet wird. 

Wir verhält sich daher ein Moslem in einer öffentlichen Funktion, wenn er seine Handlungen nach der durch den Islam vorgegebenen Richtung "Ziel ist ein islamischer Staat" ausrichtet?

Wie kritisch ist ein Christ, der sich nach der Maxime "Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist und Gott, was Gottes ist" richtet? Wo ist für ihn die Trennung zwischen dem Irdischen und dem Göttlichen?

Was für unsere heutige Gesellschaft vorteilhaft ist, sollten wir nicht aus Büchern ableiten, die in einem völlig anderen historischen Kontext entstanden sind, sondern wir sollten und diese Do's und Dont's hier und heute erarbeiten.

Religion muss raus aus dem Staat. Vor allem, die Erziehung der Kinder müsste durch die Schule eine reale Komponente bekommen, damit die Kinder neben einer eventuell religiösen Einstellung der Eltern auch eine andere Welt kennen lernen und in die Lage versetzt werden, sich später ein eigenes und kein vorgefertigtes Bild von der Welt machen zu können.

Volksbegehren gegen Kirchenprivilegien
diepresse:'Staat im Staat': Volksbegehren gegen Kirchenprivilegien

Bei uns in Österreich ist das leider so, dass katholische Familien ihre Kinder in katholische Schulen schicken und muslimische Familien ihre Kinder in islamische Schulen. Damit wird die Religiosität der Menschen verstärkt und die Kluft zwischen den Gruppen wird größer statt kleiner.

Die Schule muss religionsfrei werden. In Österreich eine fast irreale Vision.

Dienstag, 15. März 2011

Das ewige Gewichtsproblem

Der ständige Kampf mit dem Übergewicht ist ein guter Hinweis darauf, das man sich zwar bemüht aber der innere Schweinehund immer wieder die besten Absichten durchkreuzt. Daher ist es nützlich, sich die Randbedingungen der eigenen Körperfülle immer wieder in Erinnerung zu rufen.


Gestern habe ich mich wieder bei der Vernichtung einer Chipspackung beteiligt, weil das Spiel Manchester:Barcelona nicht sehr kurzweilig war. Neidisch musste ich mitansehen, dass Florian gestern Abend nach dem Abendessen bei Fußballspiel noch zwei Käsekrainer mit Semmel verputzt hat und immer noch hat er eher Untergewicht (65 kg bei 178 cm).

Ich habe etwa 8 kg zu viel. Ich muss mich daran gewöhnen, dass auch meine ausgesucht ausgewogene Ernährung einfach zu üppig ist.

Ich habe einen Horror davor, aus irgendeinem Grund in einem Spital zu landen und dann zu Hause nicht mithelfen zu können und sei es nur, nicht einkaufen gehen zu können, von einem frühzeitigen Abkratzn will ich gar nicht reden, weil unser Florian noch nicht einmal mit einem Konto umgehen kann. Ich versuche daher den Versuchungen der modernen Küche zu entgehen, indem ich erst gar nicht auf Vorrat einkaufe sondern die täglichen Mahlzeiten einteile, weil ich sonst sehr leicht zunehme. Das wichtigste ist aber - und das ist auch der Grund dieses Textes - dass ich mir immer wieder in Erinnerung rufe, wie wenig man eigentlich essen muss, um nicht zuzunehmen. 

Der Grundumsatz eines 75kg-Mannes ist ca. 1500 kcal/24h. 

Genauer Grundumsatz [kcal/24 h] = 66,47 + (13,7 × Körpergewicht [kg]) + (5 × Körpergröße [cm]) − (6,8 × Alter [Jahre])

Das ergibt bei mir: 66,67 +13,7*75 + 5*172 - 6.8*60 = 1546 kcal.

Wenn man jetzt den ganzen Tag sitzt, kommt nicht all zu viel dazu, etwa ein Faktor 1,2, d.h. ca. 1800 kcal

Und das ist wirklich nicht viel. Das sind beispielsweise:
  • 1 Müsli mit Jogurt, ca 400 kcal
  • Apfel 100 kcal
  • 1/2 Landfrischkäse ca. 100 kcal
  • Gemüse mit Kartoffeln und Ei ca. 600 kcal
  • Kaffee und Kuchen 300 kcal
  • Apfel 100 kcal
  • Käsebrot Leichtkäse 200 kcal

Gesamt: 1800 kcal

Wenn man jetzt 3 Stunden täglich wandert (kein Sport) kommt man auf etwa 2158 kcal. Das ist nicht mehr als ein Krügel Bier, das man mehr konsumieren kann.

Der Verbrauch im Alter ist leider geringer als in der Jugend. Wenn man noch einmal 20 wär', dann wäre der Gesamtbedarf aber 2506 kcal statt 1850 kcal und das ist auch der Grund, warum die Älteren eher zunehmen.

Warum nimmt man nicht beliebig viel zu, wenn man täglich zu viel isst?

Also jene Menschen, die sich rein gar nicht bewegen, nehmen tatsächlich immer mehr zu und brauchen bald einen breiteren Sessel im Flugzeug (aber sie kommen ja praktisch nicht herum, weil sie sich ja nicht bewegen).

Wenn man sich aber regelmäßig bewegt, dann steht einer erhöhten Nahrungsaufnahme auch ein mit dem Gewicht steigender Verbrauch gegenüber und daher pendelt sich das Gewicht bei einem konstanten Grad der Überernährung irgendwann ein. 

Bewegte Dicke sind daher immer gleich dick.

Abnehmen bedeutet nicht einfach nur weniger Essen auf Zeit wie bei einer Diät, sondern für immer in der Zukunft. Und dabei ist es gar nicht notwendig, sich extrem einzuschränken, damit man spontanen Erfolg hat sondern es genügt, sich an die neue Ernährungssituation einzustellen und als einen Lernprozess zu akzeptieren. Leider ist es sehr betrüblich, dass ein Schnitzel oder eine Pizza zu den eher guten aber eher unerlaubten Speisen zählen.

Sehr schön schildert das Frau Walecek in ihrem Buch (weniger gut in der langweiligen Fernsehsendung auf ATV). 

Links

Montag, 14. März 2011

Gesundheits-Tipps

Es wird gesagt, dass es gesund sei jeden Tag einen Apfel zu essen und eine Banane, um genügend Calcium zu bekommen. Man soll auch eine Orange essen - wegen der C-Vitamine ! Dann muss man auch eine Tasse grünen Tee trinken (ohne Zucker - um Diabetes zu vermeiden) - und um das Cholesterin im Körper zu vermindern! Man muss auch mindestens 2 Liter Wasser täglich trinken und genau so viel wieder ausscheiden, wodurch man die Zeit weitgehend im Verhältnis zum bisherigen Aufwand verdoppelt!


Man soll auch täglich einen Becher Yoghurt verzehren, um die guten Bakterien in den Magen zu bekommen, wovon jedoch niemand weiß, was sie überhaupt bewirken, jedoch musst Du mindestens eine Million davon permanent im Magen haben, sonst ist es absolut nicht gut! Du musst auch täglich ein Glas Rotwein einnehmen (trinken), um einem Herzinfarkt vorzubeugen. Und dann ein Glas Weißwein, um Dein Nervenkostüm zu schützen! Und natürlich auch eine Flasche Bier (...ich erinnere nicht mehr genau, wofür das eigentlich gut ist! ?) Wenn Du allerdings diese drei Getränke gleichzeitig zu Dir nimmst, kannst Du einen Schlaganfall erleiden, was jedoch nicht so viel ausmacht, weil Du das dann ja gar nicht mehr merkst.

Man soll Nüsse und Bohnen bzw. Erbsen jeden Tag verzehren. Sehr viele Nüsse und Bohnen und Erbsen!

Du sollst 4 bis 6 Mahlzeiten pro Tag zu Dir nehmen, leichte Mahlzeiten, aber vergiss bitte nicht, dass Du jeden Mundvoll mindestens 36 Mal kauen musst. Allein dafür vergehen 5 Stunden! 

Und dann noch ein wichtiges Detail: nach jeder Mahlzeit musst Du die Zähne bürsten. Bürste Deine Zähne nach dem Apfel, dem Yoghurt, der Banane, den Nüssen, den Bohnen und den Erbsen. Dies musst Du natürlich machen, so lange du noch Zähne hast, und vergiss bitte nicht die Zahnseide, die Zahnfleischmassage und das Mundwasser.

Wenn Du sowieso schon mit dem Zähneputzen in Gange bist, dann kannst Du ja auch gleich das Bad putzen oder dort eventuell einen CD-Player oder einen Fernseher installieren; denn mit all dem Wasser, dass Du trinkst, sowie mit den anderen Getränken und dem Zähneputzen, wirst Du ganz automatisch sehr viel Zeit im Bad verbringen müssen. Man muss auch mindestens 8 Stunden pro Tag schlafen - und auch 8 Stunden am Tag arbeiten. Wenn Du die 5 Stunden hinzurechnest, die beim Essen vergehen, kommst Du bereits auf 21 Stunden. Somit sind noch 3 Stunden zur Verfügung - unter der Voraussetzung, dass Du zur und von der Arbeit nicht in einen Stau gerätst.

Laut Statistik schauen erwachsene Menschen am Tag 3 Stunden Fernsehen. Das funktioniert nicht mehr, wenn man mindestens jeden Tag die empfohlene halbe Stunde (spazieren) geht. Übrigens ein kleiner Tipp: nach 15 Minuten umkehren und nach Hause gehen. Sonst wird Dein Spaziergang eine ganze Stunde andauern!!

Du musst Dir auch Zeit nehmen, um Deine Freunde zu treffen, weil sie wie Pflanzen sind. Du musst sie jeden Tag kontaktieren!

Neben allem anderen musst Du dich auch noch informieren, d.h. wenigstens 2 Zeitungen am Tag lesen, um eine kritische Einstellung zum Leben zu bekommen.

Du musst aber auch jeden Tag Sex haben, allerdings ohne dass es zur Routine wird. Du musst innovativ und kreativ sein und jedes Mal Deinen Partner auf neue Art und Weise verführen. Hierfür wird Zeit gebraucht, Zeit die man eigentlich gar nicht hat. Du musst auch Zeit haben für Deine Familie, Zeit um Deine Wohnung sauber zu halten, die Fußböden aufzuwischen, das Geschirr zu spülen, Wäsche zu waschen, zu bügeln, um gar nicht davon zu reden, was alles noch anfällt, wenn Du Kinder oder Haustiere hast. Wenn man all das zusammenrechnet, müssen mindestens 29 Stunden zur Verfügung stehen. Das ist aber nicht möglich! Insofern ist die einzige Lösung, mehrere Sachen gleichzeitig zu machen!

Beispielsweise mit kaltem Wasser duschen und dabei den Mund geöffnet halten, so dass Du Deine 2 Liter Wasser pro Tag erhältst. Während Du das Bad verlässt - mit der Zahnbürste im Mund - kannst Du gleichzeitig Sex haben mit Deinem Partner, der fernsieht und die Zeitung liest, während Du den Fußboden schrubbst. Dann hast Du immer noch eine Hand frei, um Deine Freunde und Familienangehörige anzurufen. Trinke in jedem Falle danach den Wein, denn das wird unbedingt erforderlich sein! Wenn Du dann noch 2 Minuten übrig hast, sende diese Mail weiter an Deine Freunde, (die man ja jeden Tag kontaktieren sollte), während Du den Apfel isst, der ja - wie gesagt - äußerst gesund ist.

KURZUM: WÜNSCHE EIN STRESSARMEN TAG

Dienstag, 8. März 2011

Tschechen und Türken in Wien

 TschechenTürken
Einwanderung1850-1914, 1948, 1968, 1989seit 1970
Rückwanderung200.000 1918-1930, 24.000 1946ab 2005
Anzahl600.000 (1910); 8000 (2001)100.000
Anerkannte Volksgruppejanein
Unterstützung durch Mutterlandgroßgering
NiederlassungOstösterreich, Wienvor allem Vorarlberg, Tirol, Wien
EinbürgerungSeit 1910 auf Antrag nach 10 Jahren, sonst 1948Nach 10 Jahren
Schulen1934: 35 Schulen, 2010: zwei Schulen: Sebastianplatz(VS,HS), Schützengasse(AHS) mit Öffentlichkeitsrecht11 private islamische Schulen, fallweiser muttersprachlicher Unterricht in Türkisch und Arabisch
Religionkatholischmuslimisch
KircheZuerst Maria am Gestade, dann Kirche zum Heiligen Erlöser am Rennweg; um 1900 Messen in tschechischer Sprache in 15 KirchenIslamisches Zentrum, Am Hubertusdamm 17-19, 1220; sowie zahlreiche Gebetshäuser
FriedhofTschechischer Friedhof am ZentralfriedhofIslamische Abteilung am Zentralfriedhof sowie seit 2008 23. Bezirk, Großmarktstraße 2a
Eigendarstellunghttp://kulturklub.at/http://tuerkischegemeinde.at/
Wikipediahttp://de.wikipedia.org/wiki/Tschechen_in_Wienhttp://de.wikipedia.org/wiki/T%C3%BCrken_in_%C3%96sterreich