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Donnerstag, 17. März 2011

Für laizistische Staaten

Die Trennlinie zwischen den Völkern bilden die Religionen. 


Wir schwören auf Religionsfreiheit. Ist das ein guter Wert? Einer, der eigene Schulen für jede einzelne Konfession rechtfertigt? 

Ist eine religiös motivierte Ethik etwas, was ein moderner Staat in beliebiger Dosis verträgt?

Sind Religionen bezüglich ihrer ethischen Grundsätze gleichrangig und gleich gut für einen demokratisch aufgebauten Staat geeignet?

Sowohl die christlichen als auch die islamischen Religionen haben ein eigenes Rechtsverständnis, das mehr oder weniger neben dem allgemeinen Recht als Handlungsmotivierung verwendet wird. 

Wir verhält sich daher ein Moslem in einer öffentlichen Funktion, wenn er seine Handlungen nach der durch den Islam vorgegebenen Richtung "Ziel ist ein islamischer Staat" ausrichtet?

Wie kritisch ist ein Christ, der sich nach der Maxime "Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist und Gott, was Gottes ist" richtet? Wo ist für ihn die Trennung zwischen dem Irdischen und dem Göttlichen?

Was für unsere heutige Gesellschaft vorteilhaft ist, sollten wir nicht aus Büchern ableiten, die in einem völlig anderen historischen Kontext entstanden sind, sondern wir sollten und diese Do's und Dont's hier und heute erarbeiten.

Religion muss raus aus dem Staat. Vor allem, die Erziehung der Kinder müsste durch die Schule eine reale Komponente bekommen, damit die Kinder neben einer eventuell religiösen Einstellung der Eltern auch eine andere Welt kennen lernen und in die Lage versetzt werden, sich später ein eigenes und kein vorgefertigtes Bild von der Welt machen zu können.

Volksbegehren gegen Kirchenprivilegien
diepresse:'Staat im Staat': Volksbegehren gegen Kirchenprivilegien

Bei uns in Österreich ist das leider so, dass katholische Familien ihre Kinder in katholische Schulen schicken und muslimische Familien ihre Kinder in islamische Schulen. Damit wird die Religiosität der Menschen verstärkt und die Kluft zwischen den Gruppen wird größer statt kleiner.

Die Schule muss religionsfrei werden. In Österreich eine fast irreale Vision.