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Freitag, 2. September 2011

Warum gibt es so viel Leid in der Welt?

Diese Frage von Barbara Stöckl im KURIER vom 9.8.2007 beantwortet Kardinal Schönborn so: Die Antwort, meint er, müsse man „oben“ erfragen, so man einst die Gelegenheit dazu hat.


Die Welt ist so, wie wir sie kennen. Folgen wir der alten Idee einer Schöpfung (obwohl wir inzwischen wissen, dass es sie im wörtlichen Sinne nicht gibt), dann muss alles Seiende einen Sinn haben, also auch das Leid. Sinnloses überlebt nicht all zu lange. Es ist eine zu einfache Erklärung, dass es eben Gottes Wille wäre, dass manche Menschen leiden und andere nicht. Die Wahrheit ist, dass überhaupt nur das Leid und – wenn man so will, das Böse – die Geschicke dieser Welt leitet und nicht eine von allen gewollte friedliche Koexistenz.
  • Jedes Virus stählt unsere Abwehrkraft.
  • Jede Wange, die wir einem Gegner hinhalten bestärkt uns in unserer Rolle als Christ.
  • Ohne Krankheiten gäbe es keine Medizin.
  • Ohne Faulheit gibt es keine Erfindungen.
  • Ohne Klimaänderung gibt es keinen Klimaschutz.
  • Die Art, wie wir unsere Behausungen bauen wird nicht durch die sonnigen Tage sondern durch Stürme und Niederschläge geprägt.
  • Das Schloss in der Tür wäre ohne Einbrecher nicht nötig.
  • Wer braucht Arbeit? Wenn uns etwas Spaß macht, ist es eigentlich keine Arbeit und scheint sicher zu sein, nur, wenn jemand etwas mit einer inneren Freude macht, gelingt es auch zufriedenstellend.
  • Armin Wolf stellte in der ZIB-2 zwei österreichische Weltmeister im Jonglieren vor. Sein Kommentar: „Was man alles tun kann, um nicht arbeiten zu müssen.“